Über den Verlust der Handschrift

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Die Verlernen der eigenen Handschrift ist mehr als ein Verlust – es ist ein Aufgeben einer erlernten Technik, ein Dumm-Machen, ein Rückfall. Man muss zugeben, etwas Erlerntes verlernt und vergessen zu haben – ist es das, was wir wirklich wollen?
Handschrift macht unabhängig. Sie gehört immer uns und ist immer bereit,
Stift und Papier vorausgesetzt – sogar auf Tablets ließe sie sich pflegen. Sie macht uns unabhängig, weil sie uns ermöglicht, alles zu verwenden, was sich anbietet.
Das Schreiben mit der Hand und damit die Handschrift selbst ist bereits jetzt ein Kulturgut für eine achtsame und höher gebildete Schicht mit Hanf zur Ästhetik geworden, da sich Schreibende handgeschriebener Texte in erster Linie ganz bewusst der technischen Reproduzierbarkeit und Weiterverarbeitung als reine akkumulierte Datenmenge entzieht.
Technik mag auf den ersten Blick vieles vereinfachen. Jedoch erfordert Weiterlesen

Über das Glück, Papier zum Schreiben zu finden

Vom Glück Papier zum Schreiben zu finden - https:/.gedankenzirkus.de

Überall findet sich Papier. Überall leere Flächen, die dir sagen: Nimm dir einen Stift und schreibe, hier hast du Platz. Papiere sind Einladungen zum Verfassen, zum Denken durch und beim Schreiben, das Denken Form werden zu lassen. So wie. Dieses Stück Papier. Dabei dienst es lediglich als Zugabe einer Verpackung für ein Ding. Unnütze Vergeudung, könnte man sagen. Es wegwerfen, weil es keine Funktion hat, keinen Sinn. Bis ich es nehme und es als Einladung verstehe. Es nicht nur zum Schreiben nutze, als Fläche benutze, sondern um dem sonst so achtlos weggeworfenen Ding einen Sinn und eine Bestimmung zu geben. Innehalten und einfach schreiben, schreibend denken, überhaupt denken, der Zeit entkommen und sich bewusst Zeit nehmen: Tun wir zu selten. So kommt uns ein unverhofftes Papier gelegen. Indem ich es beschreibe, lasse ich Gedanken freien Lauf oder Weiterlesen