Routinerettung, das bessere Wort des Jahres als Rettungsroutine

Statt Rettungsroutine müsste Routinerettung das Wort des Jahres 2012 sein. Anstatt das stetige Bemühen, die Finanzsysteme zu retten zu benennen, steht Routinerettung für das Bemühen jedes Einzelnen, täglich im Kleinen wie im Großen seine Routinen im Leben vor Veränderungen zu retten. Es betrifft uns Besitzstandswahrer, die wir uns bedroht fühlen und die wir uns ein neues ...

Der böse Leser – ein Pamphlet gegen das Gejammer über das Zeitungssterben

„Der Leser ist schuld am Zeitungsterben!“ Das scheint derzeit aus Redaktionen und Verfechtern der guten alten Zeit zu schallen. Mehr noch: Wäre er, der Leser nicht, gingen keine Tageszeitungen insolvent, müssten keine Zeitungen eingestellt werden. Der Leser verantwortet, dass er einfach nicht so will wie die Verlage, die Redaktionen, die Journalisten und Redakteure und ihrer ...

Die 80-Cent-Neuigkeit über WhatsApp oder: Viel Lärm um Nichts

Eine Neuigkeit über WhatsApp schlägt Wellen und zeigt, mit welch vermeintlich wichtigen Mitteilungen Journalismus inzwischen funktioniert. Wo alles teurer wird, Finanzlöcher drohen und Staatshilfen in astronomischen Höhen den Schlaf rauben, ist die Nachrichtenlage aufgeheizt – zumal kurz vor dem prophezeiten Weltuntergang gemäß (inzwischen wieder revidierten, aber man weiß ja nie) Maya-Kalender. Gestern geisterte das neue ...

Erlebe deine Info: Kommunikation, schwachsinnig.

Dass profane Informationen im derzeitigen Informationszeitalter zwangsläufig überhöht werden, ist nicht verwunderlich. Inzwischen dürfte man an die Übertreibungen gewöhnt sein, die die Folge sind. Absurder Wortmüll und debile Formulierungen sind logische Konsequenz einer manischen Kommunikation von Profanem wie Wichtigem. Das macht das Kommunikations- und Informationszeitalter zeitweise debil. Formulierungen in Mails wie „Enjoy your information about ...

Sprachklischees und schlechte Texte: Die Berichterstattung über den ESC

Alljährlich ist es ein Fest aller: Wo die eine Gruppe begeistert und die andere angewidert ist, dürfen Journalisten und Redakteure endlich wieder verächtlich ihre Nase rümpfen. Der Eurovision Song Contest gibt ihnen Gelegenheit zum Hohn und Spott. Dabei zählt Tempo. Da bleibt keine Zeit für gute Texte. So liest man alljährlich die gleichen müden Sprach- ...