Buchkritik Ruinenwelt von Matthias Falke

Wäre der deutsche Science-Fiction-Autor Matthias Falke Amerikaner oder Brite, dürfte er sich Berühmtheit nennen. Denn seine Romane wie Ruinenwelt haben das Zeug, international erfolgreich zu sein. Ruinenwelt ist ein klassischer, im besten Sinne altmodischer Abenteuer- und Entdeckungsroman auf einem fremden Planeten, der einer dort havarierten Raumschiffbesatzung die fortschreitende Entdeckung von Geheimnissen und Zusammenhängen abnötigt. Ein ...

Die Macht der Erzählung – “Cloud Atlas” als Filmversion 1

Steht der Ruf der Unverfilmbarkeit eines Romans im Raum, sagt dies zuerst eines aus: Dass diejenigen, die solch ein Urteil sprechen, kaum den Unterschied zwischen den Medien Buch und Film verstehen. Unverfilmbar heißt in erster Linie: Hierfür gibt es keine Entsprechung, das Geschriebene adäquat auf die Leinwand zu bringen. Es unterstellt, dass Film nach den ...

R.I.P Ray Bradbury

Er war einer der ganz Großen und einer der bedeutendsten Autoren der Science Fiction. Seine Romane sind Klassiker der Literatur geworden: Ray Bradbury. Heute ist er im Alter von 91 Jahren gestorben. Mit „Fahrenheit 451“ schrieb er einen der bedeutendsten Roman der Science Fiction überhaupt – ebenso mit den legendären „Die Mars-Chroniken“. Seine Bücher bleiben. ...

„Die Tribute von Panem“ – Buch und Film im Vergleich 1

Die USA existieren nicht mehr. An deren Stelle ist „Panem“ getreten: Dessen Hauptstadt, genannt „Kapitol“, ist ein Hort des Luxus und der Zerstreuung. Von hier aus herrscht Präsident Snow nicht nur über die Hauptstadt, sondern auch über 12 Distrikte. Jeder Distrikt ist für einen bestimmten Wirtschaftszweig zuständig, der das Kapitol mit Gütern versorgt. In den ...

Hörspiel-Tipp “Die Berge des Wahnsinns”

Achtung: Dieses Hörspiel ist gruselig. Wirklich. Die Hörspiel-Adaption der klassischen Geschichte von H. P. Lovecraft vermittelt gekonnt Schauer und Unheimlichkeit, die fesselt und über die Laufzeit von 2 CDs famos unterhält. Im Rahmen der Serie „Gruselkabinett“ von Titania Medien entstanden schon zahlreiche Produktionen mit exzellenten Skripts, Sprechern, Musik und Geräuschuntermalung. „Die Berge des Wahnsinns“ schrauben ...

Buchkritik “Die fliegenden Zauberer”

In der SF-Literatur markiert der Roman „Die fliegenden Zauberer von Urgestein Larry Niven und David Gerrold einen Meilenstein: Er ist von vornherein als komischer SF-Roman konzipiert – selten genug. Am Beispiel dieses Buches wird einem erst richtig bewusst, wie die Science-Fiction-Literatur zu Ernsthaftigkeit neigt. Epen, Schlachten, Warnungen, Bedrohungen, gemischt mit Horror- und Gothikelementen, alles ist ...

Buchkritik “Die unendliche Reise” von Brian W. Aldiss

„Die unendliche Reise“ von 1958 ist Brian W. Aldiss‘ erster Science-Ficion-Roman und bietet ein inzwischen bekanntes und variiertes Sujet. Originaltitel „Starship (Nonstop)“ und die bisherigen deutschen Auflagen des Romans verrieten sofort die Tatsache, dass die Handlung auf einem Raumschiff spielt – jedoch zieht der Roman seine Anziehungskraft nicht aus dieser Überraschung, sondern der Weg, die ...

Mach’s gut, Pandora. Das Ende eines SF-Magazins 1

Nun hat auch dies ein Ende gefunden: Mit Ausgabe 4 verabschiedet sich das höchst ambitionierte SF-Magazin „Pandora“ aus dem Berliner Shayol-Verlag vom Markt – und damit die literarisch anspruchsvollste Publikation, die Deutschland derzeit im Bereich Science Fiction hat. Herausgeber Hannes Riffel hat seit 2006 in den buchdicken Titeln alles vereint, was Rang und Namen hatte. ...

Buchkritik “Das kommende Geschlecht” von Edward Bulwer-Lytton

Dieser Artikel erschien  2010 im Rahmen der Serie “Die größten Klassiker der Science Fction” des kosenlosen Online-Magazins “Corona-Magazine”. Ausgabe 233, Viele Attribute werden dem Roman „Das kommende Geschlecht“ von Edward Bulwer-Lytton zugeschrieben. Von „markiert die Geburtsstunde der modernen Science-Fiction“ (Klappentext) über Utopie bis zur Satire reichen die Einordnungen. Erschienen 1871, markierte es jedoch nicht „den“ ...

… und es werde Licht: Licht in Science-Fiction-Filmen

Dieser Artikel erschien im Magazin BWA 311 des Science-Fiction-Clubs Baden-Württemberg SFCBW. „Licht ins Dunkel bringen“ ist in der Science Fiction mehr als nur ein Sprichwort. Ein kurzer Abriss durch die Filmgeschichte zeigt durchaus, wie ernst es dem Genre mit dem Sprichwort ist. Bereits der Mond als Himmelskörper faszinierte die Menschen. Hell am Nachthimmel sichtbar, stellte ...