Von Büchern, Horten und dem Kommen und Gehen

Bei dem Wort Sammeln kommt mir das Wort Horten ins Gedächtnis – und Horten ist inzwischen pleite. Zugegeben, der Witz ist blöd. Zumal das Horten, das pleite gegangen ist, eine Kaufhauskette war, die ihre Warenhäuser einst in Stahlkorsette legte und an deren Schriftzug, das jahrzehntelang die deutschen Innenstädte prägte und mit dem ich aufwuchs, ich mich ...

Ode an die Sportberichte

Ich liebe die Berichte über Sport in den Medien. Zuverlässig heißen sie für mich: Abschalten, drumherumlesen, ausblenden. Das ist ein Luxus – schließlich lauert überall sonst vielleicht eine Nachricht von Interesse! Sämtliche andere Themen fordern mich, wollen meine Aufmerksamkeit, meine Zeit. Das kann anstrengend sein von Fall zu Fall, zumal zielsicher in viel zu vielen ...

Gedanken zum Wintermorgen

„Fang jetzt an“, scheint der Wecker zu sagen, die Uhr, das Tagwerk, das auf die Uhrzeit pocht. Ein Luxus ist das nicht – den hat nur der Tag im Winter, wenn es dunkel bleibt und der Tag nicht beginnen will, wenn man selbst bereit steht. Durch das Fenster blickend in diese kunstbeleuchtete Tagesschläfrigkeit, in der ...

Denkwürdige Überschrift: „Fische werden asozial“

Im Bauch einer U-Bahn in Berlin sprang mir eine Überschrift in der Berliner Zeitung vom 15.2.2013 ins Auge: „Fische werden asozial“ – diese Überschrift blieb freilich nicht in meinem Auge hängen, sondern ging weiter in meinen Kopf. Der Artikel handelte davon, dass Flussbarsche ihr Verhalten ändern, weil in den Abwässern vom Menschen ausgeschiedene Medikamente und ...