Buchkritik Ruinenwelt von Matthias Falke

Wäre der deutsche Science-Fiction-Autor Matthias Falke Amerikaner oder Brite, dürfte er sich Berühmtheit nennen. Denn seine Romane wie Ruinenwelt haben das Zeug, international erfolgreich zu sein. Ruinenwelt ist ein klassischer, im besten Sinne altmodischer Abenteuer- und Entdeckungsroman auf einem fremden Planeten, der einer dort havarierten Raumschiffbesatzung die fortschreitende Entdeckung von Geheimnissen und Zusammenhängen abnötigt. Ein ...

„Die Tribute von Panem“ – Buch und Film im Vergleich 1

Die USA existieren nicht mehr. An deren Stelle ist „Panem“ getreten: Dessen Hauptstadt, genannt „Kapitol“, ist ein Hort des Luxus und der Zerstreuung. Von hier aus herrscht Präsident Snow nicht nur über die Hauptstadt, sondern auch über 12 Distrikte. Jeder Distrikt ist für einen bestimmten Wirtschaftszweig zuständig, der das Kapitol mit Gütern versorgt. In den ...

Warum Denken traurig macht – oder das Lesen darüber

Schade: Da wird man traurig, weil man das Buch mit dem interessanten Titel “Warum Denken traurig macht” liest. Jedoch nicht, weil man denkt, dass Denken traurig mache, sondern weil man sich fragt, warum man sich solch ein Buch überhaupt antut. Es ist klein, es ist dünn, es hat eine große Schrift. Diese knapp 100 Seiten ...

Buchkritik “Die fliegenden Zauberer”

In der SF-Literatur markiert der Roman „Die fliegenden Zauberer von Urgestein Larry Niven und David Gerrold einen Meilenstein: Er ist von vornherein als komischer SF-Roman konzipiert – selten genug. Am Beispiel dieses Buches wird einem erst richtig bewusst, wie die Science-Fiction-Literatur zu Ernsthaftigkeit neigt. Epen, Schlachten, Warnungen, Bedrohungen, gemischt mit Horror- und Gothikelementen, alles ist ...

Buchkritik “Die unendliche Reise” von Brian W. Aldiss

„Die unendliche Reise“ von 1958 ist Brian W. Aldiss‘ erster Science-Ficion-Roman und bietet ein inzwischen bekanntes und variiertes Sujet. Originaltitel „Starship (Nonstop)“ und die bisherigen deutschen Auflagen des Romans verrieten sofort die Tatsache, dass die Handlung auf einem Raumschiff spielt – jedoch zieht der Roman seine Anziehungskraft nicht aus dieser Überraschung, sondern der Weg, die ...

Buchkritik “Das kommende Geschlecht” von Edward Bulwer-Lytton

Dieser Artikel erschien  2010 im Rahmen der Serie “Die größten Klassiker der Science Fction” des kosenlosen Online-Magazins “Corona-Magazine”. Ausgabe 233, Viele Attribute werden dem Roman „Das kommende Geschlecht“ von Edward Bulwer-Lytton zugeschrieben. Von „markiert die Geburtsstunde der modernen Science-Fiction“ (Klappentext) über Utopie bis zur Satire reichen die Einordnungen. Erschienen 1871, markierte es jedoch nicht „den“ ...

Bücher als Augenöffner

Der Wunsch, in einer zukünftigen Welt zu leben, übt auf viele großen Reiz aus – wie das Leben in 10, 50, 100 oder 1000 Jahren aussehen könnte, bietet nicht nur phantasiereichen Stoff für Science Fiction, sondern ist schon längst konkret. Gerade in der Wissenschaft und Technik wird häufig an der Zukunft für die Zukunft gearbeitet, ...