Buch-Requiem mit Auferstehungsgarantie

Bücher zu verkaufen, kann befreiender Akt sein: Entfernung von Ballast im Regal, Tilgung von uninteressanten Titeln, die einen, kaum dass man sie zu lesen begann, enttäuschen, oder, weniger dramatisch, Schaffung von Platz, um die Neuanschaffung eines weiteren Regals zu vermeiden. Neben öffentlichen Bücherschränken die respektvollste Art, mit Geschriebenem umzugehen. Gedrucktes, Gebundenes hat allein schon haptisch ...

R.I.P Ray Bradbury

Er war einer der ganz Großen und einer der bedeutendsten Autoren der Science Fiction. Seine Romane sind Klassiker der Literatur geworden: Ray Bradbury. Heute ist er im Alter von 91 Jahren gestorben. Mit „Fahrenheit 451“ schrieb er einen der bedeutendsten Roman der Science Fiction überhaupt – ebenso mit den legendären „Die Mars-Chroniken“. Seine Bücher bleiben. ...

Dummdeutsch-Liste des Tages

Lesenswert: Wort- und Stilsünden im Journalismus gehören zum Alltag. Nun gibt es die “Zeitungsdummdeutsch Top Ten”. Deniz Yücel von der taz listet sie auf.

Perfekter Sonntag mit Maeve Brennan

Sonntag in entschleunigtem Wetter: Hellgrau, durchsetzt von Schauer, angenehme Kühle. Liegen bei geöffnetem Fenster unter leichter Decke. Maeve Brennans „New York, New York“ als Lektüre vor Augen. Erfüllte Woche hinter einem. Neue Woche vor einem. Soundtrack: Vögel, ferner Verkehr, mäßiger Regen. Mit einem Wort: Perfekt.

Erlebe deine Info: Kommunikation, schwachsinnig.

Dass profane Informationen im derzeitigen Informationszeitalter zwangsläufig überhöht werden, ist nicht verwunderlich. Inzwischen dürfte man an die Übertreibungen gewöhnt sein, die die Folge sind. Absurder Wortmüll und debile Formulierungen sind logische Konsequenz einer manischen Kommunikation von Profanem wie Wichtigem. Das macht das Kommunikations- und Informationszeitalter zeitweise debil. Formulierungen in Mails wie „Enjoy your information about ...

Deutsche Sprachverwirrung – ein Brite erklärt

U-Bahn und S-Bahn – und dann auch noch die Stadtbahn! Wie sich ein Brite über die verwirrenden Bezeichnungen deutscher kommunaler Verkehrssysteme lustig macht. Video auf Englisch, Untertitel sind jedoch verfügbar. Viel Spaß!  

Sprachklischees und schlechte Texte: Die Berichterstattung über den ESC

Alljährlich ist es ein Fest aller: Wo die eine Gruppe begeistert und die andere angewidert ist, dürfen Journalisten und Redakteure endlich wieder verächtlich ihre Nase rümpfen. Der Eurovision Song Contest gibt ihnen Gelegenheit zum Hohn und Spott. Dabei zählt Tempo. Da bleibt keine Zeit für gute Texte. So liest man alljährlich die gleichen müden Sprach- ...

Schöne scheußliche Tageszeitung – eine Stilkritik

Die gute alte regionale Tageszeitung: Eigentlich hätte sie es verdient, gemocht zu werden, wenn sie nicht so viel falsch machen würde: Vornehmlich als regionale Stimme bringt sie ins Haus, was im eigenen Ort geschah, geschieht, geschehen wird. Diese Verortung ist wichtig und nötig, da die besprochene Wirklichkeit den gleichen übersichtlichen Raum teilt wie man selbst. ...

Sprachkritik in der Kritik. Wolf Schneiders neue Stilkunde

Zweifellos strengt Sprache an: Jene, die sie nicht beherrschen oder nur schlecht, denen  es folglich an Ausdrucksvermögen mangelt – und jene erst recht, die sie verinnerlicht haben und unter dem schlechten Stil der anderen leiden.  „Sprachverfall“ geistert durch die Geschichte der Sprachkritik, dass der Begriff inzwischen Klischee ist. „Sprachwandel“, ein nicht minder akademischer Begriff, steht ...

Henri Nannen: Prestige eines Preises

Auszeichnungen verleihen Prestige – viel mehr noch, wenn man sie ablehnt. Ausgerechnet den Henri Nannen Preis, die höchste  Auszeichnung für die besten journalistischen Arbeiten in deutscher Sprache nicht anzunehmen, bedarf Courage. Die brachten die Journalisten der Süddeutschen Zeitung Hans Leyendecker, Nicolas Richter und Klaus Ott am Abend des 11. Mai 2012 auf, als sie mit ...